Die Aktivitäten des Forum VERA auf einen Blick

Generalversammlungen

Generalversammlung 2021

Am 26. August 2021 trafen sich die Mitglieder von Forum VERA zur Generalversammlung in Zürich. Nach all den Online-Terminen wurde das persönliche Treffen ausserordentlich geschätzt. 
Im statutarischen Versammlungsteil berichtete Geschäftsführer Dr. Markus Meyer über die Arbeit der Regionalgruppen, aber auch über den anstehenden, herausfordernden Generationenwechsel in den Regionen. Auch stellte er das neue Bildungsprogramm von Forum VERA vor. 

Im zweiten Teil referierte Dr. Thomas Ernst, Vorsitzender der Geschäftsleitung der nagra von 2017 bis 2021, zum Jahrhundertprojekt «Lagerung radioaktiver Abfälle». Er zeigte auf, dass das Projekt auf Kurs ist.

Beim anschliessenden Apéro im Zunfthaus zur Zimmerleuten wurde angeregt diskutiert und Anliegen ausgetauscht

Veranstaltungen

Die Regionalgruppen organisieren regelmässig spannende Veranstaltungen. So war Forum VERA beispielsweise bereits 

  • im Axporama in Böttstein
  • im ZWILAG in Würenlingen
  • im Felslabor am Mont Terri
Die informativen Veranstaltungen werden mit Referaten umrahmt.
 

Vortrag Dr. Felix Altorfer, ENSI – Tiefenlagerung: Sicherheit & Risiken

Die - berechtigte - Angst vor starker radioaktiver Strahlung treibt viele Menschen um. So steht denn auch immer wieder die Frage im Raum: Welche Risiken gehen von geologischen Tiefenlagern radioaktiver Abfälle aus? Dazu referierte Dr. Felix Altorfer, Mitglied der Geschäftsleitung des ENSI und Leiter des Technischen Forums Radioaktive Abfälle. Gleich zu Beginn begründete er, dass er den Titel «Risiken geologischer Tiefenlager» in «Tiefenlagerung: Sicherheit & Risiken» geändert habe, denn Sicherheit sei die oberste Leitlinie bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle.

Strahlenrisken Kanton Zürich

Gemäss einer Studie des Kantons Zürich werden Unfälle in einem Zwischen- oder einem Tiefenlager radioaktiver Abfälle als nicht relevante Ereignisse eingestuft. Als bedingt relevant gelten Radon, kosmische Strahlung für Flugpersonal, Solarien resp. durch Sonnenbrände versengte Haut sowie Radionuklide in Nahrungsmitteln, insbesondere Pilze als Folge des Kernkraftwerkunfalls in Tschernobyl.
Am stärksten strahlen die abgebrannten Brennelemente in den Nasslagern bei den Kernkraftwerken bevor sie ins Zwischenlager gebracht werden, wo sie mindestens 40 Jahre verbleiben. In dieser Zeit klingt die Wärmentwicklung durch den radioaktiven Zerfall so weit ab, dass sie zur Umverpackung in Lagerbehälter gebracht werden können.

Am Ende: ein Bleilager

Am Besipiel des radioaktiven Zerfalls von Plutonium zeigt Altorfer auf, wie lang es geht bis aus einem Kilogramm Plutonium nur noch verschwindend kleine Spuren nachweisbar sind: Nach einer Million Jahre hat sich alles Plutonium in Blei verwandelt. Blei steht am Ende des Zerfallsprozesses.

Reichen die Schutzkriterien?

In der lebhaften Diskussion kamen Fragen nach der Rückholbarkeit auf. Im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern, müssen in der Schweiz schwach- und mittelaktive Abfälle in ein Tiefenlager eingebracht werden. Auch für sie muss nachgewiesen werden, dass sie ohne überdurchschnittlichen Aufwand zurückgeholt werden können. Der Gesetzgeber sagt jedoch nicht, was dann geschehen soll. Ob das ENSI die Bernnelementverpackungsanlage (BEVA)in der Oberflächenanlage oder an einem anderen Ort vorziehe, beantwortete Altorfer gleichmütig. Entscheidend sei, dass die BEVA sicher sei und dass die höhere Anzahl Transporte sicher abliefen. Für beides seien grundsätzlich die Voraussetzungen gegeben. Das Schutzkriterium des ENSI liegt 60mal tiefer als die natürliche Strahlung, der wir alle täglich ausgesetzt sind. Eine weitere Verschärfung sei nicht nötig, unterstrich Altorfer.

(Ein Beitrag der Regionalgruppe Nördlich-Lägern)

Weiterbildungskurse des Forum VERA

Alljährlich führen wir Weiterbildungskurse für Sekundar-Lehrkräfte durch. Wir arbeiten zusammen mit Lehrerinnen- und Lehrer-Verbänden der Physik- und Mathematik, Wirtschafts- und Rechtskunde sowie Chemie- und Biologie der ersten und zweiten Sekundarstufe.

Aktuell finden keine Kurse statt.

 

Vorträge und Berichte vergangener Kurse

2020 – Kann die Wirtschaft ökologisch wachsen? Bevölkerungswachstum - Energiebedarf - Umwelt.

2019 | Klimawandel: Auswirkungen auf Landwirtschaft, Permafrost, Wirtschaft und Wasserhaushalt

2018 | Digitalisierung - Energie - Entsorgung Chance und Herausforderung