Terrestrische Strahlung

Terrestrische Strahlung ist eine auf der Erde allgegenwärtige Strahlung, hauptsächlich Gammastrahlung, die von Radionukliden im Boden verursacht wird, die vor Milliarden Jahren durch die stellare Nukleosynthese gebildet wurden und aufgrund ihrer langen Halbwertszeiten noch nicht zerfallen sind. Dazu gehören insbesondere:

  • 232Thorium ( Halbwertszeit 14 Mrd. Jahre )
  • 238Uran ( Halbwertszeit 4,4 Mrd. Jahre )
  • 235Uran ( Halbwertszeit 0,7 Mrd. Jahre )
  • 40Kalium ( Halbwertszeit 1,3 Mrd. Jahre )

Hinzu kommen deren radioaktive Zerfallsprodukte wie Radon, die gasförmig sind, aus dem Erdboden entweichen und eingeatmet werden können. In diesen Fällen wird auch die Alpha- und / oder Betastrahlung als Strahlenbelastung wirksam.
Die terrestrische Strahlung wird somit von den natürlichen Radionukliden in den Böden, Gesteinen und der Luft emittiert. Diese sind in fast jedem Baustoff enthalten und werden auch durch Verbrennung von Kohle freigesetzt. Die weltweit jährlich für die Stromerzeugung verwendete Kohle enthält unter anderem etwa 10’000 t Uran und 25’000 t Thorium.